Geschichte in
Baden-Württemberg
 Burgen und Schlösser!

 

 

 

Die Einzigartigkeit einer völlig unbebauten bzw. unzerstörten Römerzeit aus dem 2.-3. Jahrhunderts n. Chr. Und ein ausgegrabener gallo-römischer Umgangstempel mit zwei Weihebecken, welche nördlich der Alpen einmalig und vollständig erhalten sind ermöglicht Neuenstadt einen europaweiten Bekanntheitsgrad als ehemalige "Römerstadt".
Das 25 ha große Areal ist touristisch und wissenschaftlich hochinteressant und bietet auch für die Stadt Neuenstadt einen enormen Imagegewinn weit über die regionalen Grenzen hinaus.

Vor den Toren Neuenstadt liegt die Fundstelle am Rande des Kochers in einem ertragreichen landwirtschaftlichen Gebiet. Die offizielle Bezeichnung dieser Stadt, welche um 155 n. Chr. gegründet wurde und bis Mitte des 3. Jahrhunderts bestand war Civitas Aurelia G(---). Nach bereits hunderten Jahren wurde auf Grund des immer unsichereren Limes und der Germaneneinfälle die Stadt verlassen.

Ab 2007 wurde der in einem Luftbild identifizierte gallo-römische Umgangstempel ausgegraben. Der Tempel war dem Heilgott Apollo Grannus geweiht. Als Sensation wurden die zwei rhombischen sandsteinernen Weihebecken heraus, welche im Rahmen der Grabung entdeckt und freigelegt wurden. Die Quelle wurde durch die Freilegung wieder aktiviert und speiste die beiden Becken erneut nach fast 20000 Jahren.

Dieses erhaltene Quellheiligtum ist nördlich der Alpen einzigartig.

Nach Freilegung der Anlage und Beendigung der wissenschaftlichen Grabung ca. 2014 führte der Tempel ein Dornröschenschlaf und begann zu zerfallen.

Erste Gerüchte einer Zuschüttung dieses einmaligen Monuments führte Ende 2017 zu einem gewaltigen Medienecho und es bildete sich ein "Runder Tisch" zwischen dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, der Stadt Neuenstadt und den ehrenamtlichen Ausgräbern.

Es wurde beschlossen den Originalbestand durch Zuschüttung zu sichern. Die beiden einzigartigen Sandsteinbecken sollen auf dem Areal rekonstruiert werden und wenn möglich mit dem Quellwasser erneut gespeist werden. Die Tempelumrisse sollen optisch nachgebildet werden (Mauern oder Hecken) und Infotafeln sollen den interessierten Besucher informieren.

Stand Januar 2018...der Tempel ist nun zugeschüttet. Links im Bild ist der Quellabfluss sichtbar:

 

Tempel im Google Maps öffnen:

(c) 2018 Frank Buchali

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